Die ARD wird 60 Jahre alt. Der Geburtstag ist für die "BILD" Anlaß, in einem mehrteiligen Report über Geschichte und Gegenwart der ARD zu polemisieren.
Ergebnisse der Untersuchung "Wirtschaftsjournalismus in der Krise", die bei der Otto Brenner Stiftung erschienen ist, wurden auch aufgegriffen, und als Beleg für die schlechte Arbeit der ARD zitiert.
Stellen wir uns vor....
...Hertha BSC, Bundesliga-Absteiger, kritisiert den Hamburger SV, er spiele schlechten Fußball, habe eine löchrige Verteidigung, ein ideenloses Mittelfeld und es wieder nicht geschafft, Deutscher Fußballmeister zu werden. Die Sportwelt würde sich verwundert die Augen reiben – über die Berliner, nicht über die Hamburger. Jetzt kritisiert BILD die Arbeit von ARD-Aktuell. Dieselbe BILD-Redaktion, die im Umgang mit der Griechenland-Krise gerade wieder beweist, was schon alle wissen, dass sie zu Journalismus auf nicht unterbietbarem Niveau fähig und bereit ist, macht sich mit Hilfe unserer Wirtschaftsjournalismus-Studie zum Richter über die ARD-Nachrichten. Dieselbe BILD-Redaktion, die sich als Vorkämpfer des Privatfernsehens profiliert hat, verliert natürlich kein Wort darüber, dass diese werbefinanzierten Unterhaltungsmaschinen den Anspruch auf Information und Aufklärung gar nicht erst stellen. In der Medienwelt wundert man sich über nichts mehr.