"Soziale und ökologische Verantwortung – Zur Umsetzung des Global Compact in deutschen Mitgliedsunternehmen". Die Autoren der Studie sind Brigitte Hamm und Hannes Koch.
Die Studie liefert Erkenntnisse über die Wirksamkeit eines der bekanntesten Instrumente für Unternehmensverantwortung. Im Rahmen des Projektes wird die Verankerung der zehn Prinzipien des Global Compact (GC) in der Praxis deutscher Mitgliedsunternehmen“ untersucht. Dabei wird überprüft, wie das Verhalten der Firmen Arcandor, Faber-Castell, Henkel und VW diesen Prinzipien entspricht. Die Firmen stehen repräsentativ für entscheidende Branchen der Wirtschaft. Untersucht werden die Motivation für den Beitritt, die Beweggründe für ein anhaltendes Engagement im GC sowie die Einhaltung der zehn Prinzipien des Paktes. Sowohl Übereinstimmungen zwischen den GC-Prinzipien und der Firmenpolitik als auch Abweichungen werden ermittelt. Informationen zur Studie und den Autoren sind im Wissenschaftsportal Otto Brenner Kompakt abrufbar.
Die Studie ist kostenfrei über den Otto Brenner Shop bestellbar
Bitte um Rücksicht auf die Leser
Sehr geehrte Herausgeber und Autoren der Studie, Ihre Studie „Soziale und ökologische Verantwortung. Zur Umsetzung des Global Compact in deutschen Unternehmen“ habe ich gelesen – und mich geärgert. Gestatten Sie mir ein offenes Wort.
Die Autoren scheint nicht zu interessieren, ob die Leser ihnen folgen können. Weder im Vorwort, noch in der Zusammenfassung (S. 4-5), noch in der Einleitung (S. 6-7) wird das Allerwichtigste, nämlich der Grundbegriff „Global Compact“ erklärt. Jede Erörterung eines Themas muss doch damit beginnen, dass eingangs erläutert wird, worum es geht! Stattdessen wird der Leser bis zur Seite 13 hingehalten, bis endlich zur Sprache kommt, was „Global Compact“ überhaupt ist.
Glauben Sie, dass viele Leser Lust haben, sich durch all die Seiten davor zu mühen, ohne zu wissen, wovon die Autoren reden?
Im Vorwort wird beteuert, dass erstmals nach der Rolle der Gewerkschaften beim „Global Compact“ gefragt werde, und behauptet, dass Betriebsräte durch die Studie mit dem Thema vertraut gemacht würden. Dabei wird der Begriff nicht einmal ins Deutsche übersetzt, schlicht und einfach übersetzt.
Sind Gewerkschaftsmitglieder, die nicht gut Englisch sprechen, belanglos? Angesichts dessen auch noch zu mäkeln, dass Betriebsräte nicht auf die Umsetzung von „Global Compact“ drängen (S. 5), halte ich für unpassend. Hochachtungsvoll Michael Huhn
Lieber Herr Huhn,
solche Versehen kommen leider immer wieder vor - trotz zahlreicher Redigier-Durchläufe, an der mehrere Personen beteiligt waren. Das hat wahrscheinlich etwas mit der Betriebsblindheit zu tun, die sich nach mehreren Jahren Arbeit am Thema fast automatisch einstellt. Tut uns leid - beim nächsten Mal achten wir darauf. Wir hoffen aber, dass Sie die Studie nach der von Ihnen kritisierten Anfangsschwierigkeit mit Gewinn gelesen haben.
Herzlich, Ihre Brigitte Hamm und Hannes Koch