Es ist mal wieder soweit: Die Otto Brenner Stiftung lädt ein zu ihrer Jahrestagung und der Verleihung der "Otto Brenner Preise für kritischen Journalismus 2010".
Unter dem Motto "Wege aus der Krise: Demokratie - Ökologie - Ökonomie" laden wir zur Jahrestagung am 3. November 2010 nach Berlin ein; Beginn: 9.00 Uhr.
Am Vorabend, dem 2. November 2010, ab 17.00 Uhr, werden die diesjährigen Träger der Otto Brenner Preise geehrt (Jury-Sitzung ist am 21. 9.).
Festrednerin bei der Preisverleihung, die wie die Jahrestagung im Hotel Maritim, Berlin, Stauffenbergstraße, stattfinden wird, ist Dr. Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung).
Weitere Infos zu den Veranstaltungen (Einladung mit Programm, Teilnahmebedingungen, Anmeldeverfahren usw.) finden sich auf der Internetseite der Stiftung.
Ab Montag, den 2. August 2010, nehmen wir elektronische Anmeldungen an; Anmeldeschluss ist der 20. September 2010.
Wir freuen uns über rege Beteiligung und danken für das Interesse an der Arbeit der Stiftung.
Zu einer gemeinsamen Fachtagung „Wende in der Atompolitik – soziale und ökologische Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien“ laden Hans- Böckler-Stiftung, Otto Brenner Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftung Leben und Umwelt/ Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen, Greenpeace und BUND am 17. September 2010 in Hannover ein. Die Veranstalter wollen damit ein bundespolitisches Zeichen für eine nachhaltige Energiepolitik setzen und das energiepolitische Konzept der Bundesregierung hinterfragen. In verschiedenen Foren sollen Perspektiven für ökologische, soziale und gewerkschaftliche Rahmenbedingungen einer Energieversorgung mit erneuerbaren und alternativen Energien diskutiert werden.
Den Eröffnungsvortrag zum Thema „Atomenergie und Klimawandel“ hält Prof. Peter F. Bradford von Vermont Law School. Bradford war früher Mitglied der US-Atomaufsichtsbehörde NRC. Zum Thema „Nachhaltige Entwicklung der Energie versorgung“ referieren Wolfgang Rhode vom IG Metall-Vorstand und Erhard Ott vom ver.di-Bundesvorstand. An der Podiumsdiskussion „Brücken in die Zukunft bauen“ werden teilnehmen: Hartmut Meine (IG Metall), Siegfried Sauer (ver.di), Rebecca Harms MdEP (Die Grünen), (SPD) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Anti-Atombewegung, der Kirchen und der Bundesregierung.
Die Fachtagung wird getragen von einem breiten niedersächsischen Bündnis von Gewerkschaften, Parteien, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen, die sich wegen der besonderen Betroffenheit Niedersachsens als Endlagerstätte für Atommüll engagieren. Drei Workshops sollen die gesellschaftspolitisch notwendige Debatte über die Wende in der Atompolitik begleiten, die Themen sind „Industrielle Arbeitsbeziehungen gestalten“, „Perspektiven der Energieversorgung“ und „Endlagerprobleme und kein Ende“.
Eine gemeinsame Veranstaltung von: Hans-Böckler-Stiftung | Otto Brenner Stiftung | Friedrich-Ebert-Stiftung | Heinrich-Böll-Stiftung | Stiftung Leben und Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen | GREENPEACE | BUND |
Rückfragen bitte an: Friedrich-Ebert-Stiftung, niedersachsen(at)fes.de, Tel. 0511 357708-30 Stiftung Leben und Umwelt/Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen, info(at)slu-boell.de , Tel. 0511 301857-0
VIDEO “KRISEN – SPLITTER“
von Filmemacher Martin Keßler
zur Kritik am "SPARPAKET" der Bundesregierung und der Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“
Ab heute ist auf youtube und demnächst auch auf der webseite www.neuewut.de ein aktuelles Video (6´35) zur Kritik am „ SPARPAKET“ der Bundesregierung zu finden. Im Mittelpunkt stehen Interviews und Bilder, die wir während der Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“ am 12.6.2010 in Stuttgart gedreht wurden (ca. 20 000 TeilnehmerInnen).
Zu Wort kommen u.a. Azubis, die die Schliessung von Jugendhäusern und den Verlust zukünftiger Jobs durch die angekündigten Sparmassnahmen beklagen. Oder der ver.di - Vorsitzende, Frank Bsirske, der ein Ende „des Systems des finanzgetriebenen Kapitalismus“ fordert. Unbeeindruckt davon warnt der Chef der Deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann: zu starke Reglementierung treffe Wirtschaft und Gesellschaft. Prof. Dr. Hans See (BCC), Spezialist für Wirtschaftskriminalität, wirft den Kapitalbesitzern hingegen vor, den Staat für Ihre Zwecke zu missbrauchen. Statt bei Hartz IV – BezieherInnen zu „sparen“, sollten die grossen Vermögen und die Verursacher der Krise, allen voran die Banken, herangezogen werden.
Angela Merkel und Guido Westerwelle deklamieren auch im Videon unbeirrt Ihr auf allen Fernsehkanälen gesendetes Sparcredo. Arbeitgeberpräsident Dieter Hund freut sich, dass die Wirtschaft weitgehend ungeschoren davon kommt, und Ifo-Chef Hans - Werner Sinn fordert nach wie vor : „Wir müssen den Gürtel enger schnallen!“. Das Ganze wird kräftig kommentiert durch die Rapper „ezzcape&conscious“, die von der Demobühne herab zum Widerstand gegen das Sparpaket aufrufen. Ihr Slogan:“Solidarität ist eine Waffe. Setzen wir sie ein!“
Das Video ist im Rahmen des aktuellen Dokumentarfilmprojektes „KRISEN – SPLITTER“ ent-standen, an dem Martin Keßler seit 2009 arbeitet.
Der Film versucht in einer Mischung aus Reportage und analytischen Gesprächen, die Stimmung im Lande nach „Ausbruch“ der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise zu skizieren. Und den Kampf um die „Deutungshoheit“ über diese Krise. Dazu wurde mit "Krisenexperten" wie Pater Friedhelm Hengsbach gesprochen, Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz oder der New Yorker Soziologin Saskia Sassen. Doch zu allererst interessiert die Macher, was die Bürger dieser Republik denken. Über die Ursachen und Auswirkungen der Krise - und das Handeln der Verantwortlichen. Wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlieren dieser Krise gehört. Und welche Alternativen es zum herrschenden "Krisensystem" gibt?
Geplant sind weitere kurze Vorabvideos. Der Film selbst soll in 2011 herauskommen, doch dazu brauchen die Macher weitere Unterstützung von gesellschaftlichen Organisatiuonen, Stiftungen und Einzelpersonen.
Die Kurzfassung und eine Langfassung des Videos kann über www.neuewut.de bestellt werden.
"Im deustchsprachigen Raum ist ein Stipendium wie das Recherchestipendium der Otto Brenner Stiftung in Zusammenarbeit mit netrzwerk recherche einzigartig. Gerade die Begleitung der Projektes durch erfahrene Journalisten ermöglicht ideale Bedingungen, um es zum Erfolg zu führen...."
Nehmen Sie Ihre Chance wahr und bewerben Sie sich bis 13. August auf ein Recherche-Stipendium im Rahmen des Otto Brenner Preis 2010!
"Es gibt meines Wissens keinen anderen Preis, der guten, couragierten und aufwendigen Recherchejournalismus prämiert. Auch die Kombination aus Preis und Stipendium ist einzigartig und bietet sich gerade einem freien und nicht bequemen Autor als Herausforderung und Forum an." (Bewerber zum Otto Brenner Preis 2010)
Wir freuen uns sehr über diese Wertschätzung des Otto Brenner Preises und freuen uns über interessante Einreichungen/ Bewerbungen zum Otto Brenner Preis 2010!
Jetzt bewerben und weitersagen! www.otto-brenner-preis.de