Otto Brenner Blog
08.04.2010
07:04

Ausschreibung Otto Brenner Preis 2010

„Kritischer Journalismus – Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten“ unter diesem Motto vergibt die Otto Brenner Stiftung (OBS) auch 2010 wieder fünf Preise und drei Recherche-Stipendien für junge Talente im Journalismus. Mit einem Preisgeld von insgesamt 45.000 Euro gehört der Journalistenpreis der OBS zu den höchst dotierten Journalistenpreisen in Deutschland. Sowohl 2008 als auch 2009 wurden jeweils über 500 Bewerbungen eingereicht.

Die unabhängige Jury prämiert drei intensiv recherchierte und anspruchsvolle Beiträge (1.-3. Preis, 10.000, 5.000 und 3.000 Euro). Hinzu kommt die mit 2.000 Euro dotierte Doppelkategorie Newcomer- bzw. Medienprojekt-Preis.

Der Brenner Preis „Spezial“ zeichnet die beste Analyse (Leitartikel, Kommentar, Essay) mit 10.000 Euro aus und soll dazu beitragen, dem Trend zum „Kikeriki-Journalismus“ (Heribert Prantl) und der unkritischen Übernahme einer Mehrheitsmeinung entgegenzuwirken. Der Preis soll den Mut zur klaren, pointierten und sorgfältig begründeten Meinung stärken. „Demokratie braucht Vielfalt, gerade in den kommentierenden Darstellungsformen. Der Preis will daher Texte prämieren, die Aufklärung fördern, die anregen und aufregen“, so das Motiv der Jury. Träger des „Spezial“-Preises der Otto Brenner Stiftung sind u.a. Christian Bommarius (Berliner Zeitung) und Christian Semler (taz).

Drei Recherchestipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro sollen jungen Nachwuchsjournalisten ermöglichen, wichtige Themen aufzugreifen und über einen längeren Zeitraum zu recherchieren. Die Stipendien werden in Zusammenarbeit mit der Journalistenvereinigung „netzwerk recherche“ (nr) vergeben und von erfahrenen Redakteuren des nr betreut. Weitere Informationen zu den Anforderungen und zur Einreichung eines Antrages finden Sie in den FAQ des nr.

Teilnehmen und vorgeschlagen werden können seit 1. April unter Berücksichtigung der Teilnahmebedingungen alle Journalistinnen und Journalisten mit Beiträgen aus Print, Hörfunk, Fernsehen und dem Internet.
Einsendeschluss ist Freitag, 13. August. Die Sitzung der Jury findet am 21. September 2010 statt.

Jurymitglieder sind Sonia Seymour Mikich (Monitor), Prof. Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Harald Schumann (Der Tagesspiegel), Prof. Dr. Volker Lilienthal (Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg), Prof. Dr. Thomas Leif (netzwerk recherche) und Berthold Huber (Verwaltungsratsvorsitzender der Otto Brenner Stiftung).

Die Preisverleihung findet am 2. November 2010 in Berlin statt.

Weitere Informationen zum Otto Brenner Preis und alle notwendigen Unterlagen zur Bewerbung finden Sie im Internet auf den Seiten des Preises. Dort kann auch das „Best of 2009“ bestellt werden. Das Buch präsentiert u.a. die prämierten Beiträge von Attac Deutschland (Medienprojektpreis), Marc Thörner (1. Preis, Deutschlandfunk), Ulrike Brödermann und Michael Strompen (2. Preis, ZDF), Simone Sälzer (3. Preis, Passauer Neue Presse) und Christian Semler („Spezial“-Preis) - mit den Laudatien der Jury - und die Festrede von Tom Schimmeck („Medien, Macht und Meinungsmache“).

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