Otto Brenner Blog
21.06.2010
13:18

VIDEO “KRISEN – SPLITTER“ zur Kritik am "SPARPAKET" der Bundesregierung...

VIDEO “KRISEN – SPLITTER“

von Filmemacher Martin Keßler

zur Kritik am "SPARPAKET" der Bundesregierung und der Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“

Ab heute ist auf youtube und demnächst auch auf der webseite www.neuewut.de  ein aktuelles Video (6´35) zur Kritik am „ SPARPAKET“ der Bundesregierung zu finden. Im Mittelpunkt stehen Interviews und Bilder, die wir während der Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“ am 12.6.2010 in Stuttgart gedreht wurden (ca. 20 000 TeilnehmerInnen).

Zu Wort kommen u.a. Azubis, die die Schliessung von Jugendhäusern und den Verlust  zukünftiger Jobs durch die angekündigten Sparmassnahmen beklagen. Oder der ver.di - Vorsitzende, Frank Bsirske, der ein Ende „des Systems des  finanzgetriebenen Kapitalismus“ fordert. Unbeeindruckt davon warnt der Chef der Deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann: zu starke Reglementierung treffe Wirtschaft und Gesellschaft. Prof. Dr. Hans See (BCC), Spezialist für Wirtschaftskriminalität, wirft den Kapitalbesitzern hingegen vor, den  Staat für Ihre Zwecke zu missbrauchen. Statt bei Hartz IV – BezieherInnen zu „sparen“,  sollten die grossen Vermögen und die Verursacher der Krise, allen voran die Banken, herangezogen werden.

Angela Merkel und Guido Westerwelle deklamieren auch im Videon unbeirrt Ihr auf allen Fernsehkanälen gesendetes Sparcredo. Arbeitgeberpräsident Dieter Hund freut sich, dass die Wirtschaft weitgehend ungeschoren davon kommt, und  Ifo-Chef Hans - Werner Sinn  fordert nach wie vor :  „Wir müssen den Gürtel enger schnallen!“. Das Ganze wird kräftig kommentiert durch die Rapper „ezzcape&conscious“, die von der Demobühne herab zum Widerstand gegen das Sparpaket aufrufen. Ihr Slogan:“Solidarität ist eine Waffe. Setzen wir sie ein!“

Das Video ist im Rahmen des aktuellen Dokumentarfilmprojektes „KRISEN – SPLITTER“ ent-standen, an dem Martin Keßler seit 2009 arbeitet.

Der Film versucht in einer Mischung aus Reportage und analytischen Gesprächen, die Stimmung im Lande nach „Ausbruch“ der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise zu skizieren. Und den Kampf um die „Deutungshoheit“ über diese Krise. Dazu wurde mit "Krisenexperten" wie Pater Friedhelm Hengsbach gesprochen, Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz oder der New Yorker Soziologin Saskia Sassen. Doch zu allererst interessiert die Macher, was die Bürger dieser Republik denken. Über die  Ursachen und Auswirkungen der Krise -  und das Handeln der Verantwortlichen. Wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlieren dieser Krise gehört. Und welche Alternativen es zum herrschenden "Krisensystem" gibt?

Geplant sind weitere kurze Vorabvideos. Der Film selbst soll in 2011 herauskommen, doch dazu brauchen die Macher weitere Unterstützung von gesellschaftlichen Organisatiuonen, Stiftungen und  Einzelpersonen. 

Die Kurzfassung und eine Langfassung des Videos kann über www.neuewut.de bestellt werden.

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Gravatar: DreblowDreblow
08.07.2010
17:17
Mit offenen Augen in den Abgrund

Schade, dass ein ,zwar nur kleiner Versuch" etwas weniger auszugeben als bisher solche Wellen schlägt: Nachdem die Geldmenge so drastisch, durch einen sogenannten Rettungsschirm aufbebläht wurde , wird es in absehbarer Zeit zu drastischen wirschaftlichen Veränderungen im Euroraum kommen. Aus Angst vor Unruhen, befürchte ich, dass diese Schuldenpolitik bis zum bitteren Ende weiter betrieben wird. Wer nur ein bisschen Verantwortungsgefühl hat klärt die Bürger auf und fordert nicht nur. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es manchem ganz lieb wäre unser Land wirklich in das Chaos zu führen, um seine sozialistische Planwirtschaft nochmals einzuführen. Mit allen Folgen. Solange wir noch Reisefreiheit besitzen sollte man evtl bald die Koffer packen. MfG W.Dreblow

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